de:nachklange:1934:das_weib_der_nachschopfung
Differences
This shows you the differences between two page versions.
| de:nachklange:1934:das_weib_der_nachschopfung | 2020/10/17 22:53 – angelegt Marek Ištvánek | de:nachklange:1934:das_weib_der_nachschopfung | 2021/01/08 12:43 | current – Marek Ištvánek | ||
|---|---|---|---|
| Line 1: | Line 1: | ||
| ====== Das Weib der Nachschöpfung. ====== | ====== Das Weib der Nachschöpfung. ====== | ||
| - | Mit diesen Worten ist die wundeste Stelle in der Nachschöpfung berührt. //Der //Punkt, welcher der größten Änderung bedarf, der nachhaltigsten Reinigung. | + | Mit diesen Worten ist die wundeste Stelle in der Nachschöpfung berührt. //Der// Punkt, welcher der größten Änderung bedarf, der nachhaltigsten Reinigung. |
| Wenn sich der Mann der Nachschöpfung zum Sklaven seines eigenen Verstandes machte, so frevelte die Frau weit mehr. | Wenn sich der Mann der Nachschöpfung zum Sklaven seines eigenen Verstandes machte, so frevelte die Frau weit mehr. | ||
| - | Mit größter Feinheit der Empfindungen gerüstet, sollte sie sich spielend aufschwingen zur Reinheit lichter Höhen und die Brücke bilden für die ganze Menschheit zu dem Paradies. //Das Weib! //Fluten des Lichtes sollten es durchfließen. Die ganze körperliche, | + | Mit größter Feinheit der Empfindungen gerüstet, sollte sie sich spielend aufschwingen zur Reinheit lichter Höhen und die Brücke bilden für die ganze Menschheit zu dem Paradies. //Das Weib!// Fluten des Lichtes sollten es durchfließen. Die ganze körperliche, |
| Sie ist auch sonst noch reich beschenkt durch unbegrenzte Einflußmöglichkeiten auf das ganze Volk, ja, auf die ganze Nachschöpfung. Ihr Ausgangspunkt der stärksten Kraft ist für sie Heim und Herd! Nur dort liegt ihre Stärke, ihre unbegrenzte Macht, nicht aber in dem öffentlichen Leben! Im Heime und in der Familie wird sie durch ihre Fähigkeiten Königin, am Rednerpult aber ein Zerrbild sein. Vom stillen, trauten Heime aus reicht ihre einschneidende Wirksamkeit durchs ganze Volk der Gegenwart und Zukunft, greift in alles ein. | Sie ist auch sonst noch reich beschenkt durch unbegrenzte Einflußmöglichkeiten auf das ganze Volk, ja, auf die ganze Nachschöpfung. Ihr Ausgangspunkt der stärksten Kraft ist für sie Heim und Herd! Nur dort liegt ihre Stärke, ihre unbegrenzte Macht, nicht aber in dem öffentlichen Leben! Im Heime und in der Familie wird sie durch ihre Fähigkeiten Königin, am Rednerpult aber ein Zerrbild sein. Vom stillen, trauten Heime aus reicht ihre einschneidende Wirksamkeit durchs ganze Volk der Gegenwart und Zukunft, greift in alles ein. | ||
| - | %%Nichts ist, wo nicht ihr Einfluß unbedingt zur Geltung kommen kann, wenn sie //dort //steht, wo die ihr innewohnenden // | + | Nichts ist, wo nicht ihr Einfluß unbedingt zur Geltung kommen kann, wenn sie //dort// steht, wo die ihr innewohnenden // |
| Doch die heutige Frauenwelt tritt ihre eigentliche Macht und ihre hohe Aufgabe mit Füßen, geht blind daran vorüber, zertrümmert frevelnd alle Heiligtümer, | Doch die heutige Frauenwelt tritt ihre eigentliche Macht und ihre hohe Aufgabe mit Füßen, geht blind daran vorüber, zertrümmert frevelnd alle Heiligtümer, | ||
| Line 15: | Line 15: | ||
| Seht Euch das Weib von heute an! Laßt einmal einen Strahl des Lichtes auf sie fallen mit der ganzen Unerbittlichkeit und Nüchternheit, | Seht Euch das Weib von heute an! Laßt einmal einen Strahl des Lichtes auf sie fallen mit der ganzen Unerbittlichkeit und Nüchternheit, | ||
| - | Ihr werdet schwerlich noch die hohen Werte echter Weiblichkeit erkennen, in denen jene reine Macht entfaltet werden kann, welche allein der feineren Empfindsamkeit der Weiblichkeit gegeben ist, damit sie nur zum //Segen // | + | Ihr werdet schwerlich noch die hohen Werte echter Weiblichkeit erkennen, in denen jene reine Macht entfaltet werden kann, welche allein der feineren Empfindsamkeit der Weiblichkeit gegeben ist, damit sie nur zum //Segen// angewendet werden soll. |
| - | Ein Mann kann diese durchgreifende Art niemals entfalten. Das stille Weben jener unsichtbaren Kraft, welche der Schöpfer durch das Weltall gehen läßt, erfaßt //zuerst //und voll //das Weib //mit ihrem zarteren Empfinden. Der Mann empfängt sie nur teilweise und setzt sie in Taten um. | + | Ein Mann kann diese durchgreifende Art niemals entfalten. Das stille Weben jener unsichtbaren Kraft, welche der Schöpfer durch das Weltall gehen läßt, erfaßt //zuerst// und voll //das Weib// mit ihrem zarteren Empfinden. Der Mann empfängt sie nur teilweise und setzt sie in Taten um. |
| - | Und wie die lebendige Kraft des Schöpfers allen Menschen unsichtbar verbleibt, während sie doch das ganze Weltall hält, ernährt, bewegt und treibt, //so //ist das Weben jeder echten Weiblichkeit gewollt; //dafür //ist sie geschaffen, //das //ist ihr hohes, reines, wunderbares Ziel! | + | Und wie die lebendige Kraft des Schöpfers allen Menschen unsichtbar verbleibt, während sie doch das ganze Weltall hält, ernährt, bewegt und treibt, //so// ist das Weben jeder echten Weiblichkeit gewollt; //dafür// ist sie geschaffen, //das// ist ihr hohes, reines, wunderbares Ziel! |
| - | Die Königin der Urschöpfung //ist// //Weib! //Allmutter wird sie auch genannt. Das hohe Ideal der echten Weiblichkeit. | + | Die Königin der Urschöpfung //ist Weib!// Allmutter wird sie auch genannt. Das hohe Ideal der echten Weiblichkeit. |
| Der Ausdruck „schwaches Weib“ ist lächerlich zu sagen; denn das Weib ist seelisch stärker als ein Mann. Nicht in sich selbst, sondern durch ihre engere Verbindung mit der Schöpfungskraft, | Der Ausdruck „schwaches Weib“ ist lächerlich zu sagen; denn das Weib ist seelisch stärker als ein Mann. Nicht in sich selbst, sondern durch ihre engere Verbindung mit der Schöpfungskraft, | ||
| Line 27: | Line 27: | ||
| Und das ist aber nun gerade das, was die Frau heute zu verbergen sucht; sie gibt sich Mühe, es zu verrohen oder ganz zu unterdrücken. In grenzenloser Eitelkeit und Dummheit gibt sie das Schönste und Wertvollste hin, was ihr gegeben war. Sie macht sich dadurch zu einer vom Lichte Ausgestoßenen, | Und das ist aber nun gerade das, was die Frau heute zu verbergen sucht; sie gibt sich Mühe, es zu verrohen oder ganz zu unterdrücken. In grenzenloser Eitelkeit und Dummheit gibt sie das Schönste und Wertvollste hin, was ihr gegeben war. Sie macht sich dadurch zu einer vom Lichte Ausgestoßenen, | ||
| - | Was sind nun dadurch diese Nachbildungen einer königlichen Weiblichkeit geworden! Mit Grauen muß man sich von ihnen wenden. Wo sieht man bei der Frau von heute noch die echte Scham, als zarteste Empfindung //edler // | + | Was sind nun dadurch diese Nachbildungen einer königlichen Weiblichkeit geworden! Mit Grauen muß man sich von ihnen wenden. Wo sieht man bei der Frau von heute noch die echte Scham, als zarteste Empfindung //edler// Weiblichkeit. Sie ist so wild verzerrt, daß sie der Lächerlichkeit preisgegeben werden muß. |
| - | %%Die Frau von heute schämt sich zwar, ein langes Kleid zu tragen, wenn die Mode kurz vorschreibt, | + | Die Frau von heute schämt sich zwar, ein langes Kleid zu tragen, wenn die Mode kurz vorschreibt, |
| - | %%Das ist nicht zuviel%% gesagt. Wir hatten davon ja des Schmachvollen bisher genug. Es war kein falsches, sondern leider nur zu wahres Wort, wenn da gesagt wurde: „Die Frau beginnt sich // | + | Das ist nicht zuviel gesagt. Wir hatten davon ja des Schmachvollen bisher genug. Es war kein falsches, sondern leider nur zu wahres Wort, wenn da gesagt wurde: „Die Frau beginnt sich // |
| - | Zarte Empfindungen bedingen außerdem auch Schönheitssinn! Unzweifelhaft. Wenn man aber jetzt noch die weiblichen Empfindungszartheiten darnach bewerten will, so ist es schlecht damit bestellt. Die Art der Kleider künden doch wohl oft und laut genug das Gegenteil, und diese dünnbestrumpften Beine einer Frau oder gar Mutter sind sehr schlecht mit Weibeswürde zu vereinen. Der Bubikopf, moderner Frauensport, | + | Zarte Empfindungen bedingen außerdem auch Schönheitssinn! Unzweifelhaft. Wenn man aber jetzt noch die weiblichen Empfindungszartheiten darnach bewerten will, so ist es schlecht damit bestellt. Die Art der Kleider künden doch wohl oft und laut genug das Gegenteil, und diese dünnbestrumpften Beine einer Frau oder gar Mutter sind sehr schlecht mit Weibeswürde zu vereinen. Der Bubikopf, moderner Frauensport, |
| - | %%So könnte viel, noch sehr viel als sichtbares Zeugnis angeführt werden, daß eine Frau von heute für ihre // | + | So könnte viel, noch sehr viel als sichtbares Zeugnis angeführt werden, daß eine Frau von heute für ihre // |
| Die großen Fortschrittsreden ändern daran nichts, daß diese Fortschrittseiferer mit ihren treuen Nachfolgern nur tiefer, immer tiefer sinken. Sie alle haben ihre eigentlichen Werte schon verschüttet. Der größte Teil der Frauenwelt verdient nicht mehr, den Ehrennamen Weib zu führen! Und Männer können sie nie vorstellen noch werden, so bleiben sie zuletzt nur Drohnen in der Nachschöpfung, | Die großen Fortschrittsreden ändern daran nichts, daß diese Fortschrittseiferer mit ihren treuen Nachfolgern nur tiefer, immer tiefer sinken. Sie alle haben ihre eigentlichen Werte schon verschüttet. Der größte Teil der Frauenwelt verdient nicht mehr, den Ehrennamen Weib zu führen! Und Männer können sie nie vorstellen noch werden, so bleiben sie zuletzt nur Drohnen in der Nachschöpfung, | ||
| - | Die Frau steht in der Nachschöpfung am wenigsten von allen Kreaturen auf dem Platze, an dem sie stehen sollte! Sie ist in ihrer Art die traurigste Gestalt geworden aller Kreaturen! Sie //mußte //ja verfaulen an der Seele, da sie leichtfertig ihr edelstes Empfinden, ihre reinste Kraft äußerer, lächerlicher Eitelkeit opfert und dadurch der Bestimmung ihres Schöpfers lachend höhnt. Rettung ist bei solcher Oberflächlichkeit versagt; denn Worte würden die Frauen verwerfen oder überhaupt nicht mehr verstehen und erfassen können. | + | Die Frau steht in der Nachschöpfung am wenigsten von allen Kreaturen auf dem Platze, an dem sie stehen sollte! Sie ist in ihrer Art die traurigste Gestalt geworden aller Kreaturen! Sie //mußte// ja verfaulen an der Seele, da sie leichtfertig ihr edelstes Empfinden, ihre reinste Kraft äußerer, lächerlicher Eitelkeit opfert und dadurch der Bestimmung ihres Schöpfers lachend höhnt. Rettung ist bei solcher Oberflächlichkeit versagt; denn Worte würden die Frauen verwerfen oder überhaupt nicht mehr verstehen und erfassen können. |
| So muß erst aus den Schrecknissen heraus das neue, wahre Weib erstehen, welches die Mittlerin und damit auch den Grund zu geben hat für neues, gottgewolltes Leben und Menschenwirken in der Nachschöpfung, | So muß erst aus den Schrecknissen heraus das neue, wahre Weib erstehen, welches die Mittlerin und damit auch den Grund zu geben hat für neues, gottgewolltes Leben und Menschenwirken in der Nachschöpfung, | ||
| - | |||
| - | |||
de:nachklange:1934:das_weib_der_nachschopfung
Last modified: 2020/10/17 22:53 - Marek Ištvánek
Last modified: 2020/10/17 22:53 - Marek Ištvánek